Mediation und Konfliktklärung am Hochrhein und im Fricktal

Konflikte entstehen dort, wo unterschiedliche Interessen, Erwartungen und Sichtweisen aufeinandertreffen. Schwierig werden sie häufig dann, wenn Gespräche sich wiederholen, Positionen fester werden oder Beteiligte einander kaum noch erreichen.

Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung. Dabei geht es nicht darum, festzustellen, wer recht hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, was zwischen den Beteiligten tatsächlich geklärt werden muss, welche Interessen hinter unterschiedlichen Positionen stehen und welche Vereinbarungen für die Zukunft möglich sind.

Ich begleite Mediationen in Laufenburg, Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen, am Hochrhein und im Fricktal sowie im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet zwischen Basel und Schaffhausen. Je nach Situation können Gespräche auch online stattfinden.

4,6 • Hervorragend

20+ Bewertungen auf Trustpilot

Typische Situationen für eine Mediation

Teammeeting in moderner Büroumgebung – Unterstützung für Führungskräfte und Teams durch Supervision.
Konflikte zwischen Menschen, Rollen und Interessen

Wenn Gespräche nicht mehr weiterführen

  • Nicht jede Meinungsverschiedenheit braucht eine Mediation. Konflikte gehören zu Zusammenarbeit, Beziehungen und gemeinsamen Entscheidungen dazu.
  • Ein eigenes Verfahren kann sinnvoll werden, wenn der Konflikt zunehmend bestimmt, wie miteinander gesprochen, gearbeitet oder entschieden wird.
  • Konflikte zwischen Kolleginnen und Kollegen: Wenn Zusammenarbeit zunehmend von Spannungen, gegenseitigen Vorwürfen oder Rückzug geprägt ist.
  • Konflikte zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden: Wenn unterschiedliche Erwartungen an Verantwortung, Kommunikation oder Entscheidungen aufeinandertreffen.
  • Konflikte innerhalb von Teams: Wenn eine Auseinandersetzung zwischen einzelnen Personen die Zusammenarbeit des gesamten Teams beeinflusst.
  • Konflikte zwischen Geschäftspartnern oder Gesellschaftern: Wenn unterschiedliche Interessen gemeinsame Entscheidungen erschweren.
  • Konflikte in Familienunternehmen: Wenn familiäre Beziehungen, Eigentum und unternehmerische Verantwortung miteinander verbunden sind.
  • Konflikte zwischen mehreren Beteiligten: Wenn unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt werden müssen und direkte Gespräche kaum noch möglich erscheinen.
  • Im beruflichen und unternehmerischen Kontext wird häufig auch von Wirtschaftsmediation gesprochen. Dazu können Konflikte zwischen Geschäftspartnern, Gesellschaftern, Führungskräften, Mitarbeitenden oder anderen Beteiligten innerhalb von Unternehmen und Organisationen gehören.
  • Nicht jeder Konflikt braucht eine Mediation. Entscheidend ist, was geklärt werden soll und ob die Beteiligten bereit sind, miteinander an dieser Klärung zu arbeiten.

Wann kann Mediation sinnvoll sein?

Mediation muss nicht erst beginnen, wenn ein Konflikt vollständig eskaliert ist. Häufig lohnt sich eine Klärung bereits dann, wenn Beteiligte merken, dass sie allein nicht mehr konstruktiv weiterkommen.

  • Gespräche drehen sich immer wieder im Kreis
  • gegenseitige Vorwürfe nehmen zu
  • Kommunikation wird zunehmend vermieden
  • Entscheidungen können nicht mehr gemeinsam getroffen werden
  • dieselbe Situation wird vollkommen unterschiedlich wahrgenommen
  • alte Konflikte beeinflussen aktuelle Gespräche
  • Rollen oder Verantwortlichkeiten sind umstritten
  • gegenseitiges Vertrauen hat gelitten
  • der Konflikt belastet weitere Personen oder ein ganzes Team
  • trotz des Konflikts muss weiterhin miteinander gearbeitet oder entschieden werden

Manchmal lautet die erste Frage deshalb noch gar nicht:

„Wie lösen wir diesen Konflikt?“

Sie lautet zunächst:

„Worin besteht der Konflikt eigentlich?“

„Herr Zalarski hat uns in einer Krisensituation sehr professionell durch Supervision und Mediation geholfen.“
Haus am Gugel
Ein Team in einem Meetingraum, konzentriert im Gespräch, um Lösungen für Konflikte im Arbeitsumfeld zu finden.
Eine Gruppe von Personen in einem modernen Büro, die während einer Supervisionssitzung aktiv zusammenarbeitet.
Person mit Notizbuch und Laptop – Darstellung von strukturierter Planung und Online-Coaching.

Der Auftrag bestimmt das Vorgehen

Mediation ist ein eigenständiges Verfahren. Trotzdem beginnt meine Arbeit nicht mit einem vorgefertigten Ablauf.

Zunächst klären wir:

  • Was ist passiert?
  • Wer erlebt die Situation wie?
  • Wer ist beteiligt?
  • Was wurde bereits versucht?
  • Welche Themen müssen miteinander besprochen werden?
  • Was soll nach der Mediation klarer sein?
  • Woran würden die Beteiligten erkennen, dass das Verfahren hilfreich war?

Mein fachlicher Hintergrund umfasst einen Bachelor of Science in Psychologie sowie DGSF-zertifizierte Supervision, Coaching und Familientherapie und eine Ausbildung in Mediation.

Diese Perspektiven helfen mir, Beziehungen, Rollen, Erwartungen und Konfliktdynamiken differenziert zu betrachten. Sie legen jedoch nicht automatisch fest, wie gearbeitet wird.

In einer Mediation bleibt der Auftrag klar: Die Beteiligten bearbeiten ihren Konflikt selbst und entwickeln ihre eigenen Vereinbarungen.

Ich entscheide deshalb nicht, welche Lösung richtig ist.

Meine Aufgabe besteht darin, den Prozess so zu strukturieren, dass unterschiedliche Perspektiven sichtbar, Interessen verständlicher und konkrete Fragen wieder verhandelbar werden.

Positionen und Interessen

Hinter einer Position steckt häufig mehr als eine Forderung

In festgefahrenen Konflikten werden Positionen oft sehr deutlich:

  • „Das kommt für mich nicht infrage.“
  • „So kann es nicht weitergehen.“
  • „Dann mache ich eben gar nichts mehr.“
  • „Er muss sich zuerst ändern.“

Solche Aussagen sind wichtig. Gleichzeitig erzählen sie noch nicht unbedingt, was für die Beteiligten dahintersteht.

Vielleicht geht es um Sicherheit. Um Anerkennung. Um Einfluss. Um Fairness. Um Verantwortung. Oder um die Sorge, durch eine Entscheidung etwas Wesentliches zu verlieren.

Deshalb interessiert mich in einer Mediation nicht nur:

Was möchten Sie?

Sondern auch:

Was ist Ihnen daran wichtig?

Wenn Interessen verständlicher werden, müssen die Beteiligten deshalb nicht plötzlich derselben Meinung sein.

Aber es entstehen häufig mehr Möglichkeiten als dort, wo ausschließlich zwei gegensätzliche Positionen aufeinandertreffen.

Teamsupervision bei Konflikt
Von Vorwürfen zu klärbaren Fragen

Einen Konflikt wieder besprechbar machen

Eine Frau arbeitet am Laptop. Welches Anliegen sie hat, soll im Rahmen der Supervision geklärt werden.

Einen Konflikt wieder besprechbar machen

Je länger ein Konflikt dauert, desto leichter vermischen sich Beobachtungen, Bewertungen und Schlussfolgerungen.

VorwurfKlärbare Frage
„Du entscheidest immer alles allein.“Wie sollen Entscheidungen künftig getroffen werden und wer muss daran beteiligt sein?
„Ihr nehmt mich überhaupt nicht ernst.“Bei welchen Entscheidungen möchte die Person beteiligt sein und welche Verantwortung gehört dazu?

Solche Veränderungen wirken zunächst klein. Für eine Konfliktklärung können sie entscheidend sein. Denn eine Mediation muss nicht erreichen, dass Menschen einander plötzlich vollkommen anders sehen. Häufig besteht der nächste sinnvolle Schritt darin, eine konkrete strittige Frage wieder miteinander besprechen zu können.

Grundsätze der Mediation

Mediation lebt davon, dass die Beteiligten bereit sind, miteinander an der Klärung ihres Konflikts zu arbeiten.

  • AllparteilichkeitIch vertrete nicht die Interessen einer Konfliktpartei, sondern unterstütze alle Beteiligten dabei, ihre Perspektiven und Interessen in den Prozess einzubringen.
  • EigenverantwortungDie Beteiligten entscheiden selbst, welche Vereinbarungen für sie tragfähig sind.
  • TransparenzAuftrag, Rollen und Vorgehen werden zu Beginn geklärt und bleiben im Verlauf besprechbar.
  • Vertraulicher RahmenWie mit den Inhalten der Gespräche umgegangen wird und welche Vertraulichkeit vereinbart wird, klären wir zu Beginn.
  • Freiwillige MitwirkungMediation braucht zumindest die Bereitschaft der Beteiligten, sich auf einen gemeinsamen Klärungsprozess einzulassen.

Dabei bedeutet Allparteilichkeit nicht, dass jede Position automatisch gleich bewertet werden muss. Es bedeutet, dass jede relevante Perspektive gehört und verstanden werden kann, ohne dass ich selbst Partei im Konflikt werde.

Grenzen

Was Mediation leisten kann – und was nicht

Eine Person mit kurzen Haaren in einer nachdenklichen Pose: Manchmal ist Supervision nicht das richtige Format

Mediation kann einen Rahmen schaffen, in dem unterschiedliche Sichtweisen gehört, Interessen geklärt und gemeinsame Vereinbarungen entwickelt werden. Sie kann jedoch keine Einigung erzwingen.

Ich entscheide als Mediator nicht:

  • wer recht hat
  • wer schuld ist
  • welche Lösung akzeptiert werden muss
  • welche unternehmerische Entscheidung richtig ist
  • welche arbeitsrechtliche Maßnahme erforderlich ist

Auch Mediation ersetzt keine rechtliche Beratung oder gerichtliche Entscheidung. In Organisationen bleibt außerdem Führungsverantwortung Führungsverantwortung. Wenn Schutzmaßnahmen, arbeitsrechtliche Entscheidungen oder klare Führungsentscheidungen erforderlich sind, müssen diese dort getroffen werden, wo die Verantwortung dafür liegt.

Ein strukturelles oder rechtliches Problem sollte nicht zu einem bloßen Kommunikationsproblem erklärt werden. Nicht jeder Konflikt lässt sich auflösen.

Manchmal entsteht eine gemeinsame Vereinbarung. Manchmal wird deutlich, welche Unterschiede bestehen bleiben. Und manchmal besteht ein wichtiges Ergebnis darin, klarer zu erkennen, wo eine Grenze liegt und welche nächsten Schritte daraus folgen.

Beteiligte

Wer sollte an einer Mediation teilnehmen?

Nicht automatisch müssen alle Personen beteiligt werden, die mittelbar von einem Konflikt betroffen sind. Entscheidend ist, wessen Perspektive und Entscheidung für die eigentliche Konfliktfrage relevant ist.

Das können beispielsweise sein:

  • zwei Kolleginnen oder Kollegen
  • Führungskraft und Mitarbeitende
  • mehrere Mitglieder eines Teams
  • Geschäftspartner
  • Gesellschafter
  • Unternehmerpaare
  • Geschwister
  • Eltern und erwachsene Kinder
  • mehrere Generationen eines Familienunternehmens

Bei komplexeren Situationen kann zunächst ein Gespräch zur Auftragsklärung sinnvoll sein. Dabei geht es nicht darum, den Konflikt bereits getrennt mit einzelnen Personen zu lösen. Es soll vielmehr geklärt werden, wer an einem gemeinsamen Verfahren beteiligt sein muss und unter welchen Bedingungen ein solches Gespräch sinnvoll möglich ist.

Entscheidend ist nicht, möglichst schnell alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, sondern einen Rahmen zu schaffen, in dem ein gemeinsames Gespräch überhaupt sinnvoll möglich wird.

Mediation in Familienunternehmen

In Familienunternehmen können Konflikte eine besondere Dynamik entwickeln, weil mehrere Beziehungsebenen gleichzeitig betroffen sind.

Dieselben Menschen begegnen sich beispielsweise als:

  • Geschwister und Gesellschafter
  • Eltern und Geschäftsführung
  • Partner und gemeinsame Eigentümer
  • Nachfolger und Kinder
  • Familienmitglieder und Mitarbeitende

Ein Konflikt über eine unternehmerische Entscheidung kann dadurch unmittelbar eine familiäre Bedeutung erhalten.

Steht ein konkreter Konflikt zwischen Beteiligten im Mittelpunkt, kann Mediation ein geeigneter Rahmen sein.

Geht es dagegen umfassender um Rollen, einen Generationenwechsel, Unternehmensnachfolge oder die zukünftige Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmerfamilie, kann die Begleitung des Familienunternehmens passender sein. Beides kann miteinander zusammenhängen. Die Formate sollten dennoch transparent voneinander unterschieden werden.

Mediation am Hochrhein und im Fricktal

Ich lebe und arbeite in Laufenburg und begleite Konfliktklärungen auf beiden Seiten des Rheins. Termine sind insbesondere möglich in:

  • Laufenburg
  • Waldshut-Tiengen
  • Bad Säckingen
  • am Hochrhein
  • im Fricktal

Je nach Auftrag finden Gespräche direkt in Unternehmen und Organisationen, an einem vereinbarten Ort oder online statt. Im näheren Umkreis von Laufenburg komme ich nach Möglichkeit mit meinem Colnago zu Terminen. Dort fallen keine Anfahrtskosten an. Bei weiteren Anfahrten werden die Fahrtkosten vorab vereinbart.

Unterneherfamilie im Hintergrund, ein Unternehmerpaar im Restaurant
Unternehmerfamilie beim Streiten im Büro. Generationswechsel.

Was unsere Kunden sagen

4,6 • Hervorragend

20+ Bewertungen auf Trustpilot

Kompetente Konfliktberatung
Anne Ohlsen
Sie beschreibt Herrn Zalarski als sehr kompetenten Konfliktberater, der ihr in ihrer konkreten Situation sehr gut weitergeholfen habe.
Konflikthafte Beziehungen klären
S. Ataman
Hervorgehoben werden seine sachliche und soziale Kompetenz beim Verstehen und Klären konflikthafter Beziehungen und Konstellationen.
Strukturiert in hochstrittigen Situationen
Carmen Lau
In der Zusammenarbeit mit einem hochstrittigen Elternpaar werden besonders Fachwissen, strukturierte Vorgehensweise, Humor und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel hervorgehoben.
Konflikte verstehen und Menschen erreichen
Alisa Frick
Hervorgehoben werden insbesondere die Konfliktlösekompetenz und die Fähigkeit, sich kommunikativ auf unterschiedliche Menschen einzustellen und sie dadurch gut zu erreichen.

Angrenzende Arbeitsbereiche

Gruppe von Geschäftspersonen im Gespräch – Fokus auf Konfliktlösung und Nachfolgeplanung für Unternehmerfamilien.
  • berufliche Situationen und Zusammenarbeit reflektieren
  • Rollen und Verantwortung klären
  • Teams und Führungskräfte bei Veränderungen begleiten
  • Mehr erfahren
Mann mit Laptop und Büchern in gemütlicher Umgebung – Darstellung von flexibler Beratung und Online-Coaching.
  • Familie, Unternehmen und Eigentum voneinander unterscheiden
  • Rollen und Verantwortung klären
  • Generationenwechsel und Nachfolge begleiten
  • Mehr erfahren

Orientierung zur Mediation

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zur Beratung, Mediation und Supervision – Übersicht mit Antworten auf wichtige Themen für Unternehmerfamilien und Einzelpersonen.